• Sandra Wegele/ TCM

Herbst - Durchatmen und Aussortieren und Loslassen


Die Ankunft des Herbstes bedeutet für uns ist die Zeit zu ernten gekommen.

Die goldenen warmen Tage treiben uns in den Garten und Wald um Pilze, Früchte, Samen und Heilkräuter nach Hause zu tragen.

Die nebligen grauen Momente und Tage geben uns die Möglichkeit zur Innenschau, wir reflektieren und stellen fest was funktioniert in unserem Leben und was nicht.

Wo ist Raum für meine Ernte, die Erkenntnisse die das Jahr gebracht hat, Erfahrungen und Menschen in meinem Leben.

Manchmal ist es unerlässlich alte verbrauchte Überzeugungen, Muster und auch Gegenstände die blockieren loszulassen. Das kann ein wunderschöner Zustand sein und werden, denn Loslassen funktioniert nur dann, wenn man darauf vertraut, dass es kein Verlust ist der erlebt wird, sondern man alles hat oder bekommt was man braucht.


Nichts mehr wollen, einfach Zulassen, das Wesentliche entfaltet sich eh


Es kann sein, dass dich ein Hauch von Traurigkeit und Melancholie während der Herbstsaison ergreift.

Das ist die Zeit in der das System des Lungenmeridians in der Chinesischen Medizin, seinen Höhepunkt erfährt.

Dem Lungenmeridian wird mit dem Gefühl der Trauer, bzw. Kummer assoziiert.

Nach den 5 Elemente Zuordnungen ist der Partner des Lungenmeridians, der Dickdarmmeridian, in dessen Verantwortlichkeit das Verarbeiten und Ausscheiden unnötiger Dinge bzw. Stoffwechselendprodukte steht. Chronische Verstopfung ist ebenfalls ein Symptom des Nichtloslassenkönnens und jeder der schonmal Verstopfung erlebt hat, kennt das befreite Gefühl wenn es wieder geht.

Immer wenn das Gefühl der Traurigkeit und des Kummers überhand nimmt, wird einem der Atem geraubt oder fällt es einem schwer zu Atmen, es liegt einem etwas auf der Brust.

Und so ist es ja auch mit unserem Atemzyklus, mit jedem Atemzug, bringen wir die Ernte, den Sauerstoff in unseren Organismus, mit jedem Ausatmen, lassen wir los, mit der Gewissheit, dass die nächste Bewegung unseres Atemapparates uns mit neuer lebenswichtigen Energie versorgt.


Wenn das Lungenqi also die Lungenenergie schwach ist, ist man leichter anfällig für Gefühle wie Traurigkeit, Melancholie, Kummer und Atemwegserkrankungen.


Ein schwaches Lungenqi kann sich folgendermaßen äußern:


- Blässe

- Atemhunger

- Müdigkeit und Erschöpfung

- Infektanfälligkeit

- Unfähigkeit auszudrücken was man braucht

- leise Stimme

- Asthma bronchiale/Chronische Bronchitis

- Probleme Loszulassen, man hängt in der Vergangenheit

- traurige Grundstimmung

- schwaches Immunsystem

- Allergieneigung


Was die Lunge schwächen kann:


- Trockenheit und Kälte

- an traurigen Begebenheiten festhalten und sie immer wieder durchzukauen

- Rauchen

- Aufenthalt in mit Atemtoxinen verschmutzter Umgebung

- Klimaanlagen

- indirekt fettige Speisen und überernährung, da dadurch die Milz überfordert wird und ihre Aufgaben an die Lunge abgibt

- an Dingen festhalten ( raubt einem den Platz zum Durchatmen)

- "Engherzigkeit" Gefühle, Gedanken und Geld übertrieben zurückhalten


Es gibt sehr viele Dinge um die Lungenenergie in Fluss zu bringen bzw. zu stärken, hier ein paar Vorschläge dazu:

- aktive Trauerarbeit

- Dankbarkeitsrituale um die Fülle des Lebens wahrzunehmen und anzunehmen

- Großzügigkeit und soziale Interaktionen

- Gedankenaustausch

- Geschenke machen

- einmal am Tag so richtig außer Atem kommen

- Wechselduschen

- Cardiotraining

- Lachen

- Waldspaziergänge

- Ausmisten

- Singen

- Milzqistärkende und mittefördernde Nahrungsmittel zu sich nehmen z.B. warmes Frühstück,

- Qi Gong und Atemmeditationen

- Akupunktur

- Schröpfen

- Moxa um unterstützendes Nierenqi zu stärken


Nahrungsmittel:

- Lauch, Knoblauch und Ingwer aktivieren das Lungenqi wenn kein Lungenyinmangel vorliegt.

- Süssholz, Birne, Datteln befeuchten die Lunge bei trockenem Husten und Trockenheit

- Milzstärkende Nahrung ist Kürbis , gedünstete Möhren, Buchweizen, Gerste, warmes Essen, Porridge (Haferbrei), Reiscongee, Süsskartoffeln usw.



Schau dir unter diesem Aspekt mal deine Vergangenheit an, was hast du noch nicht losgelassen und auch welche physischen Dinge trägst du noch mit dir, die du gar nicht mehr brauchst.

Sei wie der Wind der durch die Bäume fegt und ihnen hilft sich von altem Laub zu befreien.


Wenn du zum Thema Loslassen Hilfe und Unterstützung brauchst, kannst du gerne jederzeit mit mir einen Onlinetermin vereinbaren oder auch mal bei einem meiner Ho opono pono Workshops teilnehmen.

Ich wünsche dir einen wunderschönen, leichten und ertragreichen goldenen Herbst.

Deine Sandra Wegele




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